Im weißen Bikini schrieb Ursula Andress Kinogeschichte
"James Bond"-Ikone Ursula Andress: SO sieht das erste Bond-Girl Honey Rider heute aus!
- Aktualisiert: 06.07.2023
- 09:25 Uhr
- Lara Büsing
Das Wichtigste in Kürze
Als Honey Rider im weißen Bikini schrieb Ursula Andress 1962 Kinogeschichte.
Das Original-Bond-Girl wurde über Nacht weltberühmt und trug zu dem Erfolg der Bond-Reihe bei.
Mit Sean Connery verband sie eine lebenslange Freundschaft.
Ursula Andress verdrehte nicht nur den Kopf des 007-Agenten, als sie als Honey Rider 1962 in dem legendären weißen Bikini aus dem Meer kam. Aber was ist aus der Schweizer Schauspielerin geworden?
Der weiße Bikini, der ihr Leben veränderte
Ursula Andress (87) setzte die Maßstäbe für das Kino-Phänomen der Bond-Girls. Denn als "Honey Rider" war sie in "007 jagt Dr. No" das erste Bond-Girl in der Geschichte der James Bond Filmreihe. 1962 schlug die Schweizerin große Wellen, als sie braungebrannt, perfekt geschminkt und im legendären weißen Bikini aus dem Meer auftauchte. So verdrehte sie nicht nur Sean Connery den Kopf, sondern auch wirklich jedem einzelnen Zuschauer - und das bis heute. Als sexy aber auch abenteuerlustige Frau neben dem ersten 007-Agenten, trug Ursula Andress zu dem Erfolg der Bond-Filme bei. Durch sie wurden die Bond-Girls zu einem festen Bestandteil der Kinogeschichte.
Deswegen ist Ursula Andress auch ein wenig enttäuscht, dass sie in all den Jahren nach ihren Worten keinen richtigen Dank für ihre Rolle bekam. Der Film war sehr erfolgreich und brachte 60 Millionen US-Dollar ein. Davon hat Ursula Andress aber offenbar wenig mitbekommen. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung erzählte sie, warum sie über den ersten Bond-Film nicht mehr gern spreche.
Ich bin enttäuscht und vor allem sauer auf die Bond-Macher. Ich habe nie eine Anerkennung bekommen. Kein Danke, keinen Cent extra, nicht mal einen Strauß Blumen.
Ursula Andress gegenüber der "Bild", 2022
Genau deswegen gibt sie auch kaum noch Interviews oder tritt in der Öffentlichkeit auf. Eines der letzten Events auf dem man sie sah, war 2017 auf einer Veranstaltung in Rom. Sie hasst es, wenn Menschen heute Fotos von ihr machen, Handykameras sind ihr ein Graus. Als Sean Connery im Oktober 2020 im Alter von 90 Jahren starb war, Ursula Andress aber sehr traurig. 2021 sprach sie über ihn mit einer Schweizer Zeitung.
Unsere Begegnung auf einer Insel in der Karibik war für uns beide schicksalhaft. Und der Beginn einer lebenslangen Freundschaft.
Ursula Andress gegenüber der "Blick"-Zeitung, 2021
Die Zeit als Bond-Girl war prägend. Und das Image als heiße Bikini-Nixe blieb ihr erhalten. Noch 2014 wurde sie als Jurorin bei einer Schweizer Miss-Wahl für die Bikiniparade berufen. Ihr eigener legendärer Bikini wurde 2001 in London versteigt. Sagenhafte 65.000 Euro wurden dafür eingefahren.
Das bewegte Leben des ersten Bond-Girls
Ursula Andress wuchs mit fünf Geschwistern in der Schweizer Provinz Ostermundigen nahe Bern auf. Ihre Mutter war Schweizerin, der Vater aber Deutscher. Mit 17 haute sie nach Paris ab, im Schlepptau einen jungen französischen Schauspieler. Dort nahm sie Tanz- und Schauspielunterricht und wurde später als Model in Rom entdeckt. Dort lernte sie den legendären Marlon Brando kennen, durch den sie wenig später auch nach Hollywood kam.
1955 mit jungen 19 Jahren bekam sie ihre erste Filmrolle in dem Film "Casanova - seine Liebe und Abenteuer". Sie stand mit vielen großen Stars und Sternchen vor der Kamera: Mit Elvis Presley für "Spaß in Acapulco" und mit Dean Martin und Frank Sinatra für "Vier für Texas". Auch in Europa machte sie sich einen Namen und stand mehrfach mit mit dem berühmten italienischen Schauspieler Marcello Mastroianni vor der Kamera.
Fast zehn Jahre war Ursula Andress mit dem amerikanischen Regisseur John Derek verheiratet, doch nach der Trennung 1966 kam sie mit dem französischen Schauspieler Jean-Paul Belmondo zusammen. 1980 bekam sie dann ihren Sohn Dimitri Hamlin, der später auch als Schauspieler arbeitete. Der 15 Jahre jüngere Schauspieler Harry Hamlin war der Vater ihres Sohnes. Bei den Dreharbeiten zu "Kampf der Titanen" hatten sie sich kennengelernt.
Die Sechzigerjahre waren die besten ihre Lebens, das verrat Ursula Andress der Zeitschrift "Management & Branding".
"Damals sprühte alles vor Lust und Lebensfreude."
Ursula Andress, dpa, 2021
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