Warum ist man morgens größer als abends?
- Veröffentlicht: 08.02.2022
- 20:00 Uhr
- André Marston Alvarez
Hast du dich schon mal am gleichen Tag morgens und abends gemessen? Achtung, Spoiler: Nach dem Aufstehen bist du um ein paar Zentimeter größer. Warum, erfährst du hier.
Darum geht's genau
😯 Tatsächlich sind Menschen morgens bis zu 3 Zentimeter größer als am Abend.
😴 Grund für den Größenunterschied sind die Bandscheiben, die sich nachts während des Schlafs ausdehnen.
🚶 Die Belastung tagsüber sorgt jedoch dafür, dass die Bandscheiben wieder an Volumen verlieren.
Welche Funktion haben Bandscheiben genau?
Bandscheiben sind die knorpeligen Verbindungen zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule und dienen als eine Art "Stoßdämpfer". Sie bestehen aus einem sehr festen faserhaltigen Ring und einer weichen Knorpelmasse, die den Kern bildet.
Ihre Aufgabe: Sie verhindern, dass deine Wirbel aneinander reiben und machen deine Wirbelsäule flexibel.
Wieso schrumpft man am Tag?
💦 Grund dafür ist die Flüssigkeit, die sich über Nacht in den Bandscheiben ansammelt, um Nährstoffe zu transportieren. Die Scheiben saugen sich also voll - wie ein Schwamm.
🏃 Tagsüber - sei es nun beim Gehen, Stehen oder Sitzen - geben die Bandscheiben aufgrund der Schwerkraft und des eigenen Körpergewichts diese Flüssigkeit wieder ab.
⬇ Das "Ausquetschen" der Flüssigkeit aus den Bandscheiben sorgt somit dafür, dass jeder Mensch tagsüber um bis zu 3 Zentimeter schrumpft.
👨🚀 Im Weltall passiert das übrigens nicht. Weil es dort keine Schwerkraft gibt, bleiben Astronauten immer gleich groß.
Das solltest du dir merken
🤓 Nachts saugen sich die Bandscheiben mit nährstoffreicher Flüssigkeit voll und gewinnen somit an Volumen. Im Verlaufe des Tages sorgen die Schwerkraft und dein Körpergewicht dafür, dass die Flüssigkeit wieder entweicht. Darum ist man morgens, direkt nach dem Aufstehen, immer am größten.